SCHOOL Infothek
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Sachunterricht
Im Sachunterricht werden in der Grundschule wichtige Informationen über
die Umwelt und das Umfeld der Schüler vermittelt. Darüber
hinaus üben die Schüler zu beobachten, Informationen zu beschaffen
und auszuwerten und zu experimentieren.
Schüleraustausch
Viele Schulen bieten ihren Schülerinnen und Schülern einen
Schüleraustausch mit einer Partnerschule im Ausland an. Es findet
ein wechselseitiger Besuch in den jeweiligen Heimatländern statt,
bei dem die Jugendlichen in Gastfamilien untergebracht werden. Optimal
ist es, wenn ein Schüler in der Familie lebt, deren Kind im nächsten
Jahr einen Gegenbesuch macht. Die Organisation des Schüleraustauschs
erfolgt durch die Schule, in der meist eine Lehrerin oder ein Lehrer
zuständig für die Koordination und Kooperation des Austausches
ist. Den Gastschülern wird Gelegenheit gegeben, den Unterricht
des Gastlandes kennen zu lernen. Darüber hinaus gibt es ein besonderes
Besichtigungsprogramm, damit die Schüler auch einen Eindruck von
der Region bekommen, in der sie zu Besuch sind.
Schülerkammer
Die Schülerkammer, die es in einzelnen Bundesländern gibt,
berät die Schulbehörde bei grundsätzlichen Entscheidungen
rund um die Schule.
Schülermitverantwortung > Schülervertretung
Schülermitverwaltung > Schülervertretung
Schülermitwirkung > Schülervertretung
Schülerrat > Schülervertretung
Schülersprecher > Schülervertretung
Schülerversammlung
Die Schülerversammlung (auch: Schülervollversammlung) ist
das Gremium aller Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse,
das in besonders schwierigen Situationen zusammentritt, z.B. wenn es
in der Schule immer wieder zu Gewalttätigkeiten kommt. Je nach
rechtlicher Grundlage können Schülerversammlungen bis zu zweimal
pro Schuljahr während der Schulzeit einberufen werden.
Schülervertretung
Die Schülerinnen und Schüler haben in vielen Bereichen die
Möglichkeit, das Schulleben mitzugestalten und mitzubestimmen,
in den meisten Bundesländern ab der 5. Klasse. Damit die Schülermitwirkung
sichergestellt ist, werden in den Klassen Sprecher gewählt, aus
denen sich der Schülerrat (Bezeichnung in den Bundesländern
unterschiedlich) zusammensetzt. Der Schülerrat wählt einen
Schulsprecher und Vertreter für die unterschiedlichen Gremien,
z.B. > Schulkonferenz, Landesschülerrat. Die Mitbestimmungsmöglichkeiten
der Schülervertretung sind im Schulgesetz des Landes oder in einem
ergänzenden Gesetz festgelegt. Die > Kultusministerien geben
z.T. auch besondere Broschüren für Schüler heraus, in
denen sie sich über ihre Mitwirkungsmöglichkeiten informieren
können. In vielen Schulen gibt es einen Lehrer, der Ansprechpartner
für die Schülervertreter ist (Vertrauenslehrer, SMV-Lehrer).
Schülervollversammlung > Schülerversammlung
Schülerzeitung
Die Schülerzeitung ist eine Zeitschrift, die von Schülerinnen
und Schülern eigenverantwortlich erstellt wird. Sie kümmern
sich um die Artikel ebenso wie um die Werbung, den Druck und den Verkauf.
Die Schule ist verpflichtet, die Redakteure zu unterstützen und
ihnen geeignete Räume und nötige Geräte zur Verfügung
zu stellen. Meist gibt es an der Schule einen Lehrer, der die Schülerzeitungsredakteure
berät. An manchen Schulen muss die Zeitung von der Schulleitung
genehmigt werden, ehe sie gedruckt wird. In der Regel werden die Hefte
gegen einen geringen Betrag auf dem Schulgelände verkauft.
Schulärztliche Untersuchung
In der Regel findet vor der Einschulung eine schulärztliche Untersuchung
statt, bei der überprüft wird, ob das Kind körperlich
in der Lage ist, den Schulalltag zu bewältigen. Sie erfolgt gelegentlich
auch erst in den ersten Schulwochen und kann entfallen, wenn die Eltern
für ihr Kind eine Bescheinigung des Kinderarztes über die
Schuleignung vorlegen. Überprüft werden Hör- und Sehfähigkeit,
der Gleichgewichtssinn und die Bewegungsfähigkeit. Das Herz wird
abgehört und die Ärzte erkundigen sich nach Kinderkrankheiten
und Besonderheiten wie Allergien, chronischen Krankheiten, vorgenommenen
Impfungen. Falls die Eltern nicht ohnehin bei der Untersuchung anwesend
sind, wird den Kindern zur Beantwortung dieser Fragen ein Fragebogen
mitgegeben. Über diese grundlegende Untersuchung hinaus kommt der
Schularzt gelegentlich in die Schule, um spezielle Impfungen vorzunehmen.
Die Eltern werden jedoch dann vorher gefragt, ob ihr Kind geimpft werden
soll, zumal dann auch der Impfpass mitgebracht werden muss.
Schulamt
Bezeichnung der Schulverwaltung. Es gibt sie sowohl auf örtlicher
Ebene innerhalb der Stadtverwaltung als auch auf Bezirksebene, z.B.
Staatliches Schulamt oder Oberschulamt. Das örtliche Schulamt ist
z.B. dafür zuständig, die Eltern der Kinder anzuschreiben,
die eingeschult werden müssen.
Schulaufgabe > Klassenarbeit
Schulaufsicht
Zwar handeln Schulleiter und Lehrer selbstständig und eigenverantwortlich,
doch gibt es eine sogenannte Schulaufsicht, die darüber wacht,
dass z.B. das Schulgesetz und die Lehrpläne eingehalten werden.
Schulausschluss
Falls die Schule keine andere Möglichkeit zur Disziplinierung von
Schülerinnen und Schülern mehr sieht, kann sie diese für
eine begrenzte Zeit vom Unterricht ausschließen. Diese Strafe
wird jedoch nur in besonderen Fällen ausgesprochen, wenn z.B. Schüler
andere Kinder und Jugendliche immer wieder mit Waffen bedrohen oder
wenn sie wiederholt und mutwillig Gegenstände zerstört haben.
Über den Schulausschluss entscheidet auf Antrag der Schulleitung
in der Regel die Lehrerkonferenz, häufig muss die Zustimmung der
Schulaufsichtsbehörde eingeholt werden.
Schulausschuss > Schulkonferenz
Schulbefreiung
Gelegentlich ist es erforderlich, dass ein Schüler aus einem wichtigen
Grund wie Todesfall in der Familie oder Umzug einen oder mehrere Tage
im Unterricht fehlt. Erkundigen Sie sich in solchen Fällen bei
der Klassenlehrerin, ob eine Entschuldigung ausreicht oder bei der Schulleitung
eine Befreiung beantragt werden muss. Eine Urlaubsverlängerung
gilt in der Regel nicht als wichtiger Grund.
Schulbücher
Zu den wichtigsten Lernmitteln gehören die Schulbücher. Sie
werden von der Schule (> Fachkonferenz) aus einer vom > Kultusministerium
vorgegebenen Liste ausgesucht und in der Regel auch in der Stückzahl,
die die Schule benötigt, bestellt. Den Schülern werden dann
die für ihre Jahrgangsstufe und ihr Fach benötigten Bücher
leihweise ausgehändigt.
Schulbus
Viele Schülerinnen und Schüler wohnen so weit von der nächsten
Schule entfernt, dass sie darauf angewiesen sind, mit dem Schulbus zu
fahren. Dieser Service wird in der Regel von der Stadt in Zusammenarbeit
mit der Schule organisiert und muss z.T. von den Eltern mitbezahlt werden.
In größeren Städten gibt es meist ein preiswertes Sondermonatsticket
für Schüler, die damit den üblichen öffentlichen
Personennahverkehr zu einem günstigen Preis benutzen können.
Informationen über den Schulbusservice geben Schulsekretariate
und Stadtverwaltungen.
Schuleingangsuntersuchung > Schulärztliche Untersuchung
Schulen ans Netz
Als sich vor wenigen Jahren abzeichnete, dass durch die Verknüpfung
von Computern und Telefonleitungen ungeahnte Möglichkeiten der
Kommunikation entstehen, wurde deutlich, dass auch Schulen diese Chance
nutzen sollten. Durch das > Internet können Informationen schneller
beschafft und internationale Kontakte aufgebaut werden, Chancen, die
für die schulische Bildung sehr wichtig sind. Auf dieser Grundlage
wurde vom Bundesbildungsministerium eine Initiative gestartet, die sich
dafür einsetzt, dass auch Schulen mit der nötigen Technik
ausgestattet werden.
Kontaktadresse:
Schulen ans Netz e.V.,
Max-Habermann-Str. 3,
53123 Bonn,
Tel. 02 28/9 10-4869,
Fax 02 28/9 10-4867,
Internet: www.san-ev.de,
E-Mail: buero@san-ev.de
Schulentwicklungsplanung
In einem Schulentwicklungsplan hält die Schulverwaltung fest, wie
sich der Schulbedarf zukünftig voraussichtlich entwickelt, ob die
vorhandenen Schulen ausreichen oder gegebenenfalls neue geplant werden
müssen.
Schuleschwänzen
Unter dem umgangssprachlichen Begriff Schuleschwänzen wird das
unentschuldigte Fehlen eines Schülers oder einer Schülerin
ohne Wissen der Eltern verstanden. Die Strafen für das unerlaubte
Fernbleiben sind je nach Schulform und Situation unterschiedlich.
Schulfähigkeit > Schulreife
Schulfernsehen
Mit Schulfernsehen werden Fernsehsendungen bezeichnet, die von den öffentlich-rechtlichen
Fernsehsendern speziell für den Einsatz in der Schule produziert
werden. Sie sind auf die Themen innerhalb der > Lehrpläne abgestimmt
und dürfen von Schulen aufgezeichnet und vorgeführt werden.
Schulfest
Das Schulfest ist ein gemeinsames Ereignis der gesamten Schulgemeinschaft.
Viele Schulen laden in Zusammenarbeit mit Eltern- und Schülervertretung
einmal im Jahr - häufig vor den Sommerferien - dazu ein. Ein solches
Fest bietet den Schülern die Möglichkeit, Ergebnisse ihrer
Arbeit zu präsentieren, es stärkt das Gemeinschaftsgefühl
und bietet Gelegenheit zu einem informellen Austausch mit Lehrern und
Eltern.
Schulformbezogene Gesamtschule > Gesamtschule
Schulformübergreifende Gesamtschule > Gesamtschule
Schulforum > Schulkonferenz
Schulfremdenprüfung > Nichtschülerprüfung
Schulgesetz
In jedem Bundesland gibt es Schulgesetze, die alles Organisatorische
im Zusammenhang mit der Schule regeln, z.B. Einschulung, Maßnahmen
bei Erziehungskonflikten, bundeslandspezifische Schulformen. In manchen
Bundesländern gibt es ein Schulgesetz, in dem alle Belange geregelt
werden, andere wiederum haben mehrere Gesetze, in dem einen wird die
Schulordnung, im nächsten die Mitbestimmung von Eltern und Schülern
und in einem weiteren die Schulpflicht geregelt. Das Gesetz bzw. die
Gesetze kann man in den meisten Bundesländern kostenlos bei den
> Kultusministerien anfordern.
Schulgesundheitspflege > Schulärztliche Untersuchungen
Schulhof
Auf dem Schulhof verbringen die Schülerinnen und Schüler meistens
ihre Pausen. Die Gestaltung ist ganz unterschiedlich, manche Schulen
achten lediglich darauf, dass ältere und jüngere Schüler,
Raucher und Nichtraucher getrennte Aufenthaltsbereiche haben. Andere
sorgen dafür, dass auf dem Schulhof Beschäftigungsmöglichkeiten
vorhanden sind, z.B. Spielgeräte, eine Tischtennisplatte, ein Basketballkorb.
Solche Schulhöfe werden häufig zusammen mit Eltern- und Schülervertretung
konzipiert und realisiert.
Schuljahr
Ein Schuljahr beginnt für Schüler und ihre Eltern mit dem
ersten Schultag nach den Sommerferien und endet mit dem Zeugnisausgabetag,
das ist der letzte Schultag vor den Sommerferien. Offiziell dauert ein
Schuljahr vom 1. August bis zum 31. Juli.
Schulkindergarten
Kinder, deren Einschulung in die Grundschule für ein Jahr zurückgestellt
wird, bleiben in der Regel nicht im Kindergarten oder zu Hause, sondern
sie kommen in den Schulkindergarten (auch: Vorbereitungsklasse, Vorschulklasse,
Grundschulförderklasse). Dort werden die Grundfähigkeiten,
die für die Schuleignung beherrscht werden müssen wie Konzentration,
Ausdauer u.ä., gezielt gefördert.
Schulkonferenz
Die Schulkonferenz ist das oberste Gremium einer Schule. Sie setzt sich
zusammen aus der Schulleitung, einigen Lehrern und Vertretern der Schüler
und der Eltern. Welche Entscheidungsbefugnisse die Schulkonferenz hat,
regelt jeweils das > Schulgesetz des Landes. Die Bezeichnungen dieses
Mitbestimmungsgremiums von Eltern, Schülern und Lehrern ist in
den Bundesländern unterschiedlich, was in Hessen und Nordrhein-Westfalen
Schulkonferenz heißt, wird z.B. in Rheinland-Pfalz mit Schulausschuss
und in Bayern mit Schulforum bezeichnet.
Schullandheimaufenthalt
Der Aufenthalt in einem Schullandheim ist eine besondere Form der >
Klassenfahrt. Dabei steht im Mittelpunkt das gemeinsame Erleben des
Alltags, es werden z.T. besondere Aufgaben gestellt oder es finden unterhaltsame
Wettbewerbe statt. Ziel eines solchen Schullandheimaufenthaltes ist
die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls einer Klasse sowie die
Förderung der Selbstständigkeit der einzelnen Schüler.
Schullaufbahnempfehlung
Am Ende der Grundschulzeit und/oder der > Orientierungsstufe empfehlen
Lehrerinnen und Lehrer den Eltern ihrer Schüler, welche allgemeinbildende
Schule ihnen aufgrund ihrer Beobachtungen für das Kind geeignet
erscheint. Je nach Bundesland müssen die Eltern sich mehr oder
weniger an diese Empfehlung halten.
Schulordnung
In jeder Schule gibt es eine Schulordnung, die den Umgang miteinander
und mit Gegenständen regelt und Strafen vorsieht, falls andere
Personen verletzt oder Gegenstände zerstört werden. Die Schulordnung
wird meist von der > Schulkonferenz verabschiedet. Sie ist für
alle Angehörigen der Schule bindend.
Schulpflicht
In Deutschland gibt es eine Schulpflicht. Sie setzt sich zusammen aus
der Vollzeit- und Berufsschulpflicht, die im > Schulgesetz der Bundesländer
festgelegt ist. Um diese Pflicht regeln zu können, gibt es zur
Zeit noch einen Stichtag, der über den Beginn der Schulpflicht
entscheidet, das ist der 30. Juni (Österreich: 31. August). Ein
Kind, das zu diesem Zeitpunkt das sechste Lebensjahr vollendet hat,
muss zu Beginn des nächsten Schuljahres eingeschult werden. Die
Familie wird automatisch vom Schulamt darüber informiert, dass
ihr Kind eingeschult werden muss. Auf Antrag sind > Zurückstellungen
oder > vorzeitige Einschulungen möglich. In manchen Bundesländern
gibt es Überlegungen, den Stichtag für den Beginn der Schulpflicht
zukünftig variabler zu gestalten. Die Vollzeitschulpflicht endet
mit Abschluss der Klasse 9 oder 10 einer weiterführenden Schule.
Wird danach keine gymnasiale Oberstufe besucht, beginnt die > Berufsschulpflicht,
die durch den ausbildungsbegleitenden Berufsschulbesuch oder den Besuch
einer anderen Berufsschulform erfüllt wird.
Schulpsychologischer Dienst > Schulpsychologische Beratungsstelle
Schulpsychologische Beratungsstelle
In den schulpsychologischen Beratungsstellen (je nach Bundesland auch
schulpsychologischer Dienst), die sich in eigenen Räumen innerhalb
oder außerhalb von Schulen oder Schulämtern befinden, beraten
Psychologinnen und Psychologen bei Fragen der Schulwahl, bei Schul-
und Lernproblemen, Prüfungsangst. Diese Beratung ist kostenlos
und kann von allen Schülern und ihren Eltern in Anspruch genommen
werden. Die Adresse der nächstgelegenen Beratungsstelle bekommt
man in der Schule oder beim Schulamt.
Schulreife
Vor der Einschulung wird von einem Lehrer oder einer Lehrerin durch
einen > Schulreifetest geprüft, ob ein Kind schon reif für
die Schule ist. Dieser Test erfolgt ca. sechs Monate vor dem Einschulungstermin.
Zur Schulreife gehört ein gewisses Maß an Konzentrationsfähigkeit,
sozialer Kompetenz, Selbstständigkeit und Ausdrucksfähigkeit.
Außerdem sollte ein Kind, das in die Schule kommt, kleine Probleme
selbst lösen können und bei Enttäuschungen nicht sofort
weinen, sondern diese aushalten.
Schulreifetest
Es gibt verschiedene Tests zur Überprüfung der Schulreife.
Getestet wird dabei in erster Linie der momentane geistige, sprachliche
und motorische Entwicklungsstand. Die Kinder müssen z.B. Dreiecke,
Quadrate oder Kreise nachzeichnen und Zahlenreihen nachsprechen. Die
Lehrer, die den Test durchführen, beobachten, ob die Kinder sich
konzentrieren können, wie sie mit anderen umgehen, wie sie sich
in eine Gruppe einfügen und ob sie Ausdauer haben. Falls die testenden
Lehrer Zweifel über die Schulreife haben, nehmen sie häufig
Kontakt zu den Erzieherinnen im Kindergarten auf, um ihre Einschätzung
mit in die Entscheidung einzubeziehen.
Schulschwimmen
Zum Sportunterricht in der Schule gehört auch der Schwimmunterricht,
der in der Regel im städtischen Hallen- oder Freibad stattfindet.
Dazu sollten die Schülerinnen mit den entsprechenden Materialien
(Schwimmanzug oder Badehose, Handtuch, evtl. Badekappe) ausgestattet
sein.
Schulsozialarbeit
Die Schulsozialarbeit ist eine Form der Jugendhilfe, die direkt in der
Schule angesiedelt ist. Die Schulsozialarbeiterin oder der Schulsozialarbeiter
hat ein Büro in der Schule und steht dort den Schülerinnen
und Schülern als Ansprechpartner bei allen persönlichen, schulischen
oder familiären Schwierigkeiten zur Verfügung. Diese Sozialarbeiter
unterliegen der Schweigepflicht auch der Schulleitung gegenüber.
Über diese Beratung hinaus engagieren sich Schulsozialarbeiter
für die Verbesserung des Schulklimas und sie übernehmen pädagogische
Betreuungen, z.B. bei > Schullandheimaufenthalten.
Schulsponsoring
Da die staatlichen Mittel zur Finanzierung von Schulen immer knapper
werden, ist es in manchen Bundesländern inzwischen erlaubt, dass
Schulen sich Unterstützer (Sponsoren) aus der Wirtschaft suchen,
die ihre Arbeit durch finanzielle Zuschüsse oder die kostenlose
Bereitstellung von Sachmitteln fördern. Diese Form der Förderung
seitens der Wirtschaft ist sehr umstritten und wird selbst in Bundesländern,
die sie grundsätzlich erlauben, von Schule zu Schule unterschiedlich
umgesetzt.
Schultasche
Die Schultasche ist sozusagen der Aktenkoffer des Schülers. Es
ist daher wichtig, dass er auf seine Bedürfnisse zugeschnitten
ist. Alle benötigten Unterrichtsmaterialien müssen Platz finden,
ohne dass sie zerknittern. Die Schultasche darf nicht zu schwer sein,
ihr Gewicht sollte mit allen Büchern und Unterlagen 10 bis 12 %
vom Körpergewicht des Schülers nicht überschreiten.
Schulträger
Schulträger sind die Institutionen oder Verwaltungen, denen die
Schulgebäude gehören und die die Schulen finanzieren. Das
sind bei staatlichen Schulen in der Regel die Städte oder Gemeinden,
bei privaten Schulen können dies Kirchen, Privatpersonen oder Vereine
sein.
Schultüte
Die Schultüte ist das Symbol für den ersten Schultag schlechthin,
auch wenn sie heute nicht unbedingt die Form einer Tüte hat. Entscheidend
ist, dass sie den Kindern gefällt - sowohl das Aussehen als auch
der Inhalt. Über die Füllung der Tüte gibt es unterschiedliche
Auffassungen. Die einen füllen sie mit gesunden Nahrungsmitteln
und die anderen mit Schokoriegeln, Bonbons oder gar gerösteten
Erdnüssen.
Schulverein
Viele Schulen haben einen Schulverein (auch: Förderverein), in
dem Eltern und Lehrer Mitglied sind. Dieser Verein hat vor allem das
Ziel, zusätzliche finanzielle Mittel für die Schule zu beschaffen
und damit besondere Aktionen zu finanzieren, für die die Schulverwaltung
kein Geld bereitstellt.
Schulversuch
Schulversuche dienen dazu, neue pädagogische und organisatorische
Ansätze innerhalb des Schulwesens zu erproben. Über ihre Durchführung
entscheiden die zuständigen Schulbehörden, die Teilnahme an
einem Schulversuch ist für Schülerinnen und Schüler freiwillig.
Schulwahl
Spätestens am Ende der 4. bzw. 6. Grundschulklasse oder am Ende
der Orientierungsstufe stellt sich für die meisten Eltern die Frage,
welche Schule das Kind weiter besucht: > Hauptschule, > Realschule,
> Gesamtschule, > Gymnasium.
Immer mehr Eltern streben für ihre Kinder das Gymnasium an als
Schule, die scheinbar die besten Chancen für den Berufsstart vermittelt.
Dabei beachten sie gelegentlich nicht ausreichend die Fähigkeiten
ihres Kindes, das in einer anderen Schulform vielleicht mehr Lernerfolg
hätte und besser gefördert werden könnte. So kommt es
zu Überforderungen oder zu Rückstufungen im laufenden Schuljahr,
die dem Kind unter Umständen große Probleme bereiten: das
Gefühl, versagt zu haben, der Verlust der Freunde, das Erlebnis
in eine Klasse zu kommen, in der sich schon alle kennen.
Eltern sollten bei der Auswahl der Schule bedenken, dass heute von jeder
Schulform ein Wechsel nach der zehnten Klasse auf das Gymnasium möglich
ist, falls der Schüler entsprechende Leistungen aufweist. Und auch
ohne Abitur gibt es gute Berufschancen.
Schulwechsel
Es gibt verschiedene Gründe, warum Schülerinnen und Schüler
im Laufe oder zu Beginn des Schuljahres die Schule wechseln: ein Umzug,
eine Rückstellung oder der Wechsel von der Grundschule zur weiterführenden
Schule. Wie auch immer die Hintergründe sind, die Kinder und Jugendlichen
benötigen in dieser Zeit das besondere Verständnis ihrer Familie.
Eine neue Klasse, vielleicht sogar das Gefühl, versagt zu haben,
und neue Anforderungen beschäftigen die Schüler. Um dies zu
bewältigen, sollten sie die Gewissheit haben, dass sie in ihrer
Familie sicher und geborgen sind, auch dann, wenn die Schulleistungen
zu Beginn vielleicht nicht gut sind. Wichtig ist, dass ein solcher Schulwechsel
von Anfang an mit dem Schüler besprochen wird, damit er sich rechtzeitig
darauf einstellen kann.
Schulweg
Vor allem Eltern von Grundschulkindern sollten sich Gedanken über
den Schulweg der Kinder machen. Ältere Kinder und Jugendliche sind
meist schon selbstständig genug, um alleine zur Schule zu gehen
oder mit dem Fahrrad zu fahren. Grundschulkinder dagegen müssen
noch lernen, dass sie nicht hektisch über die Fahrbahn laufen,
weil auf der anderen Seite Freunde warten. Sie müssen üben,
gefährliche Straßen zu überqueren, und sich ganz einfach
den Weg einprägen. Eltern sollten daher mit ihrem Kind den Schulweg
üben, z.B. den Wochenendspaziergang auf den Schulweg verlegen.
Experten sind sich nicht einig, ob es besser ist, wenn die Kinder alleine
oder mit anderen Kindern zusammen zur Schule und nach Hause gehen. Beides
hat Vor- und Nachteile, wichtig ist in jedem Fall, dass die Kinder bestimmte
Regeln einhalten: Ampelzeichen beachten, möglichst Fußgängerüberwege
oder Straßen mit Schülerlotsen benutzen, notfalls die Straße
auf geradem und kürzestem Weg überqueren, niemals über
Ampelkreuzung oder Straße rennen, immer auf Autos achten, in beide
Richtungen schauen, ob die Straße frei ist.
Schulzahnärztlicher Dienst
Im Laufe der ersten Schuljahre kommt in der Regel ein Zahnarzt in die
Schule, um die Zähne der Schüler zu überprüfen und
z.T. auch, um den Schülern zu erklären, wie ein Gebiss funktioniert
und wie wichtig Zähneputzen ist. Die Untersuchung entfällt,
wenn die Schülerinnen und Schüler eine Bescheinigung ihres
Zahnarztes nachweisen können. Der Schulzahnarzt übernimmt
keine Behandlung. Ist eine solche nötig, werden die Eltern informiert,
dass ein Zahnarzt aufgesucht werden muss.
Schulzeitung
In manchen Schulen gibt es eine von der Schulleitung in Kooperation
mit Lehrerkollegium und evtl. > Elternvertretung herausgegebene Schulzeitung,
die über das Schulleben informiert.
Sek I > Sekundarstufe I
Sek II > Sekundarstufe II
Sekundarabschluss > Mittlere Reife
Sekundarbereich I > Sekundarstufe I
Sekundarbereich II > Sekundarstufe II
Sekundarschule
Je nach Bundesland entspricht die Sekundarschule der > Realschule
oder sie bildet eine eigenständige Schulform als Ergänzung
zur > Gesamtschule. In dieser spezifischen Schulform können
die Schüler einen Realschul- oder einen Hauptschulbildungsgang
besuchen, an dessen Ende entsprechende Bildungsabschlüsse stehen.
Sekundarstufe I
Die Klassen 5 bis 10 werden zusammenfassend im offiziellen Sprachgebrauch
Sekundarstufe I oder Sekundarbereich I genannt.
Sekundarstufe II
Die Klassen ab Jahrgangsstufe 11 werden im offiziellen Sprachgebrauch
zusammenfassend Sekundarstufe II oder Sekundarbereich II genannt, dazu
gehören die > gymnasiale Oberstufe und manche Formen der >
Berufsschulen.
Semester
Ein Semester umfasst den Zeitraum von einem halben Jahr. Der Begriff
wird in der Regel im Zusammenhang mit dem Studium verwendet, dort ist
das Jahr nicht in Halbjahre aufgeteilt, sondern in > Sommersemester
(1. April bis 30. September) und > Wintersemester (1. Oktober bis
31. März). Inzwischen gehen aber auch manche Schulen dazu über,
ihr Schuljahr in Semester aufzuteilen.
Sexta
Kaum noch übliche Bezeichnung für die Klasse 5 des Gymnasiums.
Sexualerziehung
Die Sexualerziehung gehört in fast allen Bundesländern zum
Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule. Ziel ist es, Schülerinnen
und Schülern altersgerecht eine positive Einstellung zur Sexualität
zu vermitteln und grundlegende Fragen im Zusammenhang mit Sexualität
zu beantworten. Das heißt, dass sie von den Lehrerinnen und Lehrern
immer wieder altersgerecht thematisiert werden muss. Wie und wann das
geschieht, wird in der Regel vorab im Rahmen eines Elternabends vorgestellt.
Sitzenbleiben > Klassenwiederholung
SMV = Schülermitverantwortung > Schülervertretung
SMV-Lehrer
Lehrerinnen und Lehrer, die Ansprechpartner für Schülervertreter
sind.
Sommersemester
Studienhalbjahr vom 1. April bis zum 30. September. Studiert wird an
den Universitäten in der Regel vom 1. April bis zum 15. Juli, danach
folgen die Semesterferien und z.T. Prüfungen.
Sonderschule
Wenn vorherzusehen ist, dass ein Kind aufgrund einer geistigen, seelischen
oder körperlichen Beeinträchtigung oder wegen geringer Begabung
nicht in der Lage sein wird, dem Unterricht in einer Grundschule zu
folgen, wird Eltern häufig geraten, es auf eine Sonderschule zu
schicken. Dort kann auf seine Beeinträchtigung Rücksicht genommen
werden und es ist eine besondere Förderung möglich. Informationen
darüber, wo es welche Sonderschulen gibt, sind erhältlich
bei den örtlichen Schulämtern. Darüber hinaus halten
die meisten > Kultusministerien entsprechende Informationsbroschüren
bereit, die kostenlos bestellt werden können.
Sport
Für jede Klassenstufe sind in der Regel einige Stunden Sportunterricht
vorgesehen. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler nicht
nur unterschiedliche Sportarten kennen, sondern stärken auch ihre
Kondition und erleben Sport als wichtiges Element eines gesunden Lebens.
Gemeinschaftssportarten wie Fussball oder Basketball vermitteln darüber
hinaus soziale Fähigkeiten, die den Kindern und Jugendlichen auch
außerhalb der Sporthalle nützlich sind.
Sprachunterricht > Fremdsprache
Staatsexamen
Lehrerinnen und Lehrer schließen ihre Ausbildung mit dem Staatsexamen
ab. Das Erste Staatsexamen legen sie nach dem Studium ab und das Zweite
Staatsexamen nach der schulpraktischen Ausbildung während des >
Referendariats.
Strafarbeit
Auch heute noch ist die so genannte Strafarbeit eine Möglichkeit,
mit der Lehrer Schüler bestrafen, die den Unterricht stören
u.ä. Sie besteht in der Regel in einer besonderen Hausaufgabe.
Strafen
Schülerinnen und Schüler, die den Unterricht stören,
Hausaufgaben nicht erledigen, Mitschüler ärgern oder verletzen,
werden in angemessener Form von den Lehrerinnen und Lehrern bestraft,
sei es nun mit einer besonderen Hausaufgabe oder mit > Nachsitzen.
Manche Lehrer lassen auch schon mal Schüler, die sie sonst nicht
bändigen können, die Kaugummi-Reste von den Schultischen und
-stühlen kratzen oder den Schulhof fegen. Über diese Strafen
hinaus sieht das > Schulgesetz in jedem Bundesland ähnliche
Formen der Strafe vor, vom schriftlichen oder mündlichen Verweis
durch Lehrer oder Schulleiter über die Versetzung in die Parallelklasse
bis zum zeitweisen Ausschluss vom Unterricht.
Studium
Ein Studium ist möglich, nachdem ein Schüler die > allgemeine
Hochschulreife oder die > Fachhochschulreife erworben hat. Es kann
absolviert werden an > Universitäten, > Fachhochschulen und
> Berufsakademien. Allerdings kann nicht jeder Schulabgänger
jedes Fach studieren. In manchen Fächern gibt es einen so genannten
> Numerus Clausus, das ist eine Festlegung, mit welchen Durchschnittsnoten
in Fachhochschulreife bzw. Abitur ein Fach studiert werden kann. Für
manche Fächer kann sich ein angehender Student direkt bei der Hochschule
anmelden, für das Studium anderer Fächer ist eine Bewerbung
bei der > ZVS nötig.
In den letzten Jahren wird immer wieder darüber diskutiert, dass
ein Studium auch unter anderen Voraussetzungen möglich sein sollte,
z.B. nach Abschluss einer Lehre und mehrjähriger Berufstätigkeit.
Diese Überlegungen werden nach und nach umgesetzt, Informationen
dazu können die Studienberatungen an den Universitäten geben.
Stundenplan
Jede Klasse erhält pro Schulhalbjahr einen Stundenplan, in dem
von der Schule festgelegt wird, wann welcher Lehrer welches Unterrichtsfach
erteilt. Die Anzahl der Stunden, die in den jeweiligen Klassenstufen
erteilt werden, sowie die Fächer werden von der Schulverwaltung
des Landes in einer > Stundentafel festgelegt. Der Stundenplan dient
dazu, dass alle am Schulleben Beteiligten, also Eltern, Lehrer, Schüler,
wissen, wann welche Hausaufgaben fertig sein müssen, wann welche
Bücher und Materialien gebraucht werden.
Stundentafel
Die Stundentafel ist die Vorgabe der Schulverwaltung für Lehrer
und Schule, welche Fächer in welcher Klasse wie oft unterrichtet
werden müssen.
Suchtberatungslehrer
Viele Schulen haben inzwischen einen besonderen Suchtberatungslehrer
(auch: Suchtpräventionslehrer u.ä.). Er steht für Fragen
im Zusammenhang mit Sucht und Drogen zur Verfügung und hält
die Kontakte zu Einrichtungen der Suchtvorbeugung und zur Drogenberatungsstelle.
Suchtpräventionslehrer > Suchtberatungslehrer
Suchtvorbeugung
Eines der > fächerübergreifenden Themen, das von allen
Lehrern behandelt werden muss, ist die Suchtvorbeugung. Es soll in allen
Fächern, wo möglich, thematisiert werden. Dabei steht z.T.
die Information über die Gefahren von Drogen im Vordergrund, allerdings
nur noch zu einem geringen Teil. Wichtiger ist nämlich, dass die
Schülerinnen und Schüler stark gemacht werden gegenüber
Drogen, damit sie gar nicht erst zu Drogen greifen, weil sie eine solch
scheinbare Stärkung des Selbstwertgefühls, diese scheinbare
Hilfe bei der Konfliktlösung nicht benötigen.
