SCHOOL Infothek
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Begegnungssprache
Das Fach Begegnungssprache ist in den Klassen 3 und 4 der sächsischen
Grundschulen Pflicht. Es soll die Schülerinnen und Schüler
mit einem fremden Land, seiner Sprache und Kultur vertraut machen.
Beobachtungsstufe > Orientierungsstufe
Beratungslehrer
Beratungslehrerinnen und -lehrer gibt es an fast allen allgemeinbildenden
Schulen. Diese Lehrer sind erste Anlaufstelle bei Schulproblemen und
vermitteln je nach Situation und Schwierigkeit an geeignete Stellen
weiter.
Berichtszeugnis
In den ersten beiden Schuljahren gibt es meistens statt Noten Beurteilungen.
In ihnen beschreiben die Lehrerinnen und Lehrer die Stärken und
Schwächen der Kinder, wobei sie die positiven Elemente hervorheben,
um die Motivation der Kinder nicht zu zerstören. Häufig findet
zeitnah zur Zeugnisvergabe ein > Elternsprechtag statt, der Gelegenheit
bietet, das Zeugnis direkt mit der Lehrerin oder dem Lehrer zu besprechen.
Berufliches Gymnasium
Realschüler und Hauptschüler mit besonderem Abschluss können
in manchen Bundesländern unter bestimmten Voraussetzungen ein berufliches
Gymnasium besuchen, das mit der Klasse 11 beginnt und zur > allgemeinen
Hochschulreife führt. Neben der Vorbereitung auf ein Studium steht
die Vorbereitung auf das Berufsleben in verschiedenen Bereichen (z.B.
wirtschaftswissenschaftliche oder sozialpädagogische Richtung)
im Vordergrund. Der Unterricht wird wie in der > gymnasialen Oberstufe
an anderen Schulen meist in Kursen erteilt, die die Schüler entsprechend
der rechtlichen Vorgaben auswählen.
Berufsakademie
In einigen Bundesländern gibt es neben der Universität und
der Fachhochschule die Möglichkeit, an einer Berufsakademie einen
akademischen Abschluss zu erwerben. Der Student hat dann einen Aus-
bildungsplatz in einem Unternehmen und studiert in der Regel in mehrwöchigen
Blöcken nach bestimmten Stundenplänen an der Berufsakademie.
Der Unterschied gegenüber den herkömmlichen Studiengängen
ist der direkte und alltägliche Praxisbezug.
Berufsaufbauschule
Die Berufsaufbauschule vermittelt eine allgemeine und fachbezogene Bildung,
die über die Berufsschule hinausgeht. Aufnahmevoraussetzung sind
ein Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Der
Besuch der einjährigen Berufsaufbauschule wird mit dem Erwerb der
Fachschulreife, die der > mittleren Reife entspricht, beendet.
Berufsfachschule
Die Berufsfachschule vermittelt eine Ausbildung in einer bestimmten
Fachrichtung, z.B. die Erzieherinnenausbildung, oder eine erste berufliche
Bildung. Vorausgesetzt wird in der Regel mindestens ein Hauptschulabschluss.
Je nach Fachschule und Bundesland können andere Eingangsvoraussetzungen
hinzukommen.
Berufsgrundbildungsjahr
Jugendliche, die nach dem Abschluss des 9. Schuljahres keine weiterführende
Schule besuchen und keine betriebliche oder schulische Ausbildung absolvieren,
müssen ein Berufsgrundbildungsjahr (BGJ; auch: BVJ=Berufsvorbereitungsjahr,
Berufsgrundschuljahr) absolvieren, um ihrer > Berufsschulpflicht
nachzukommen und eine zusätzliche Orientierung im Hinblick auf
die Berufswahl zu erhalten. In diesem Jahr bekommen sie Gelegenheit,
verschiedene Berufsfelder kennen zu lernen. Schülerinnen und Schüler
ohne ausreichende Deutschkenntnisse erhalten zusätzlich eine besondere
Förderung. Am Ende des Berufsgrundbildungsjahres steht eine Abschlussprüfung,
in manchen Fällen wird das Berufsgrundbildungsjahr auf die weitere
Ausbildungszeit angerechnet.
Berufsgrundschuljahr > Berufsgrundbildungsjahr
Berufskolleg
Das Berufskolleg vermittelt wie die > Berufsfachschule eine Berufsausbildung
in einer Schule. Für den Besuch ist allerdings mindestens ein mittlerer
Schulabschluss erforderlich.
Berufsoberschule
Die Berufsoberschule ermöglicht in manchen Bundesländern aufbauend
auf einer Berufsausbildung, die > Fachhochschulreife oder > allgemeine
Hochschulreife zu erlangen.
Berufsorientierung
Nahezu alle allgemeinbildenden Schulen sind inzwischen dazu übergegangen,
ihren Schülerinnen und Schülern Hilfestellung bei der Berufswahl
zu geben, sei es durch > Arbeitsplatzerkundungen, ein > Praktikum
oder Berufsinformationstage, die meist in Kooperation mit örtlichen
Betrieben und Institutionen sowie Eltern und ehemaligen Schülern
durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang werden auch Informationsmaterialien
des Arbeitsamtes ausgegeben.
Berufsschule
Die Berufsschule wird in der Regel begleitend zu einer > betrieblichen
Ausbildung besucht, die Teilnahme an dem Unterricht ist verpflichtend
für den Erwerb eines Ausbildungsabschlusses. Der Unterricht in
der Berufsschule ist je nach Ausbildungsgang unterschiedlich verteilt,
es gibt den wöchentlichen Schulbesuch, mehrwöchige Unterrichtsblöcke
oder in > Berufsfachschulen z.T. ganzjährigen Unterricht mit
anschließender Praxisphase. Über diesen ausbildungsbegleitenden
Unterricht hinaus gibt es in Berufsschulen Sonderformen wie das >
Berufsgrundbildungsjahr. Informationen über die Berufsschulgänge
innerhalb eines Bundeslandes haben die > Kultusministerien meist
in einer Broschüre zusammengefasst, die kostenlos angefordert werden
kann.
Berufsschulpflicht
Ergänzend zur > Vollzeitschulpflicht beginnt nach deren Ende
eine Berufsschulpflicht für Jugendliche, die keine weiterführende
Schule besuchen. Die Dauer der Berufsschulpflicht und das Alter, in
dem sie erlischt, ist in den Bundesländern unterschiedlich, das
> Schulgesetz gibt darüber jeweils Auskunft. Jugendliche kommen
der Berufsschulpflicht nach, indem sie eine betriebliche oder schulische
Ausbildung absolvieren oder ein > Berufsgrundbildungsjahr besuchen,
dessen Ausrichtung und Dauer auch je nach Bundesland unterschiedlich
geregelt ist.
Berufsvorbereitungsjahr > Berufsgrundbildungsjahr
Betreute Grundschule > Kernzeitbetreuung
Betriebliche Ausbildung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Beruf zu erlernen, eine
davon ist die betriebliche Ausbildung (früher: Lehre) in einem
Unternehmen oder Handwerksbetrieb. Die Ausbildung erfolgt in einer Mischform
aus praktischem Erlernen der Grundfertigkeiten für den Beruf innerhalb
des Betriebes und der Vermittlung theoretischer Grundkenntnisse in der
Berufsschule, wobei der Berufsschulunterricht je nach Ausbildung wöchentlich
oder in mehreren Blöcken erteilt wird.
Beurlaubung > Schulbefreiung
Bewegliche Ferientage
In ganz Deutschland gibt es eine einheitliche Anzahl von Ferientagen,
die von den Kultusministerien länderspezifisch verteilt werden.
Der größte Teil der Tage verteilt sich auf die klassischen
Ferien im Sommer, Herbst, zu Weihnachten, z.T. im Winter, zu Ostern
und Pfingsten. Darüber hinaus gibt es einige so genannte bewegliche
Ferientage, die die Schulen in Absprache mit der Elternvertretung frei
verteilen können. Sie stimmen sich jedoch in der Regel mit den
anderen Schulen am Ort ab.
BGJ > Berufsgrundbildungsjahr
Bildungsplan
Der Bildungsplan (auch: Rahmenplan, Lehrplan u.ä.) enthält
die vom Kultusministerium festgelegten Vorgaben über den Erziehungs-
und Bildungsauftrag der Schule in dem jeweiligen Bundesland. Im Bildungsplan
sind die Grundwerte, die vermittelt werden sollen, ebenso festgehalten
wie die Ziele und Inhalte der einzelnen Unterrichtsfächer und des
fächerübergreifenden Unterrichts. In diesen Plänen wird
außerdem deutlich, welche Unterrichtsinhalte von Lehrerinnen und
Lehrern verpflichtend aufgegriffen werden müssen und welche freiwillig
bearbeitet werden können. Jeder Lehrer stellt sich nämlich
aus den Rahmenrichtlinien, wie die Lehrpläne auch genannt werden,
einen individuellen Lehrplan zusammen, der seinen Interessen, denen
seiner Klasse und dem Entwicklungs- und Wissensstand seiner Schüler
entspricht.
Bildungsserver
Immer mehr Institutionen sind schon im > Internet vertreten. Auch
viele Behörden und Verbände aus dem schulischen Bereich bieten
Informationen mit Hilfe dieses Mediums an. Über den deutschen Bildungsserver
ist es schnell möglich, Informationen zum Thema Bildung abzurufen,
die Bildungsserver der Bundesländer zu erreichen und Kontakt zu
der Initiative > Schulen ans Netz aufzunehmen.
Bilingualer Unterricht > Zweisprachiger Unterricht
Blaue Briefe
Lehrerinnen und Lehrer beobachten während des ganzen Schuljahres
die Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler. Wenn sie im
zweiten Schulhalbjahr feststellen, dass die Versetzung der Schüler
gefährdet ist, benachrichtigen sie schriftlich die Eltern. In dieser
Benachrichtigung steht, dass und aufgrund welcher Fachnoten die Versetzung
gefährdet ist. Der Schüler erhält damit eine Warnung,
dass er nicht versetzt wird, wenn sich seine Noten in diesen Fächern
nicht verbessern.
BVJ = Berufsvorbereitungsjahr > Berufsgrundbildungsjahr
